← Zurück zum Blog 25. Februar 2026 · Webwerk Fricktal

WordPress vs. moderne Website-Technologie: Was ist besser für KMU?

WordPress betreibt über 40% aller Websites weltweit. Jeder kennt es, jeder empfiehlt es, und wenn du eine Webagentur fragst, ist die Chance gross, dass sie dir WordPress vorschlägt. Das hat gute Gründe – aber auch blinde Flecken.

Denn die Web-Technologie hat sich in den letzten Jahren massiv weiterentwickelt. Es gibt heute Alternativen, die für viele KMU-Websites schlicht besser, schneller und günstiger sind als WordPress. In diesem Artikel erkläre ich, warum – fair und ehrlich, ohne WordPress grundlos schlecht zu reden.

Was WordPress gut kann

Lass mich zuerst WordPress gerecht werden. Es hat seinen Platz aus gutem Grund:

Das grösste Ökosystem der Welt

Über 60'000 Plugins, tausende Themes, Millionen von Entwicklern. Brauchst du eine spezielle Funktion? Es gibt wahrscheinlich ein Plugin dafür. Online-Shop? WooCommerce. Mehrsprachigkeit? WPML. Booking-System? Amelia. Dieses Ökosystem ist WordPress' grösste Stärke.

Bekannt und verbreitet

Fast jeder Webentwickler kennt WordPress. Das heisst: Wenn dein aktueller Entwickler aufhört, findest du problemlos einen neuen. Du bist nicht von einer einzelnen Person abhängig. Und es gibt unzählige Tutorials, Anleitungen und Foren für jedes erdenkliche Problem.

Einfache Inhaltspflege

Das Backend von WordPress ist intuitiv. Du kannst Texte ändern, Bilder hochladen und neue Seiten erstellen, ohne Code anfassen zu müssen. Für Unternehmen, die regelmässig Inhalte aktualisieren, ist das ein klarer Vorteil.

Wo WordPress Probleme macht

Jetzt die andere Seite. Und die ist für viele KMU relevanter, als sie denken.

Ladezeiten: Das Elefanten-Problem

Eine typische WordPress-Website lädt zwischen 2 und 5 Sekunden. Das klingt schnell – ist es aber nicht. 53% der Besucher verlassen eine Website, wenn sie länger als 3 Sekunden lädt. Und Google nutzt die Ladezeit als Ranking-Faktor.

Warum ist WordPress so langsam? Weil jede Seite bei jedem Aufruf dynamisch generiert wird. Der Server muss PHP-Code ausführen, die Datenbank abfragen, Plugins laden, alles zusammenbauen und dann an den Browser schicken. Dazu kommen typischerweise 15–30 geladene Skripte, die der Browser verarbeiten muss. Das ist wie ein Restaurant, das jede Mahlzeit komplett von Grund auf kocht – auch wenn du nur ein Glas Wasser bestellt hast.

Sicherheit: Ein Dauerthema

WordPress ist das meistangegriffene CMS der Welt. Nicht weil es schlecht gebaut ist, sondern weil es so verbreitet ist. Das macht es zum Ziel Nummer eins für Hacker. Und die Angriffsfläche ist gross:

  • Plugins: Jedes Plugin ist ein potenzielles Einfallstor. Und viele Plugins werden von Einzelpersonen entwickelt, die irgendwann aufhören, Updates bereitzustellen.
  • Core-Updates: WordPress veröffentlicht regelmässig Sicherheitsupdates. Ignorierst du sie, riskierst du gehackt zu werden. Installierst du sie, riskierst du, dass ein Plugin nicht mehr kompatibel ist.
  • Datenbank: WordPress braucht eine MySQL-Datenbank. SQL-Injection-Angriffe sind eine reale Gefahr, besonders bei schlecht gepflegten Installationen.

Laut dem Sucuri-Sicherheitsbericht macht WordPress über 90% aller gehackten CMS-Websites aus. Das ist kein Zufall.

Wartungsaufwand: Das stille Abo

WordPress braucht Pflege. Regelmässig. WordPress-Core-Updates, Theme-Updates, Plugin-Updates – jede Woche gibt es etwas zu aktualisieren. Viele Agenturen verkaufen deshalb «Wartungsverträge» für CHF 50–200 pro Monat. Über ein Jahr sind das CHF 600–2'400 – nur damit deine Website sicher und funktionsfähig bleibt.

Machst du es selber? Dann verbringst du Stunden damit, Updates zu testen, Backups zu machen und zu hoffen, dass nach dem Update noch alles funktioniert. Spoiler: Tut es oft nicht.

Hosting-Kosten: Die laufende Miete

WordPress braucht einen Server mit PHP und MySQL. Das günstigste Shared Hosting gibt es ab CHF 5 pro Monat – aber die Performance ist miserabel. Ordentliches WordPress-Hosting kostet CHF 20–50 pro Monat. Willst du es richtig schnell? Managed WordPress-Hosting bei Kinsta oder WP Engine kostet CHF 30–100 pro Monat.

Die moderne Alternative: Statische Websites mit Astro

Jetzt wird es spannend. Es gibt eine andere Welt – und sie heisst statische Website-Generierung. Das Konzept ist einfach: Statt jede Seite bei jedem Aufruf dynamisch zusammenzubauen, wird die gesamte Website einmal «gebaut» und als fertige HTML-Dateien ausgeliefert.

Ich nutze dafür Astro – ein modernes Framework, das genau für diesen Zweck entwickelt wurde.

Geschwindigkeit: Nicht vergleichbar

Eine Astro-Website lädt typischerweise in unter einer Sekunde. Nicht weil ich besonders clever bin, sondern weil es schlicht weniger zu laden gibt. Kein PHP, keine Datenbank, keine 30 Plugins – nur sauberes HTML, CSS und minimales JavaScript. Der Browser bekommt genau das, was er braucht, und nichts mehr.

Das Ergebnis: PageSpeed-Scores von 95–100, perfekte Core Web Vitals, und Besucher, die nicht warten müssen. Google belohnt das mit besseren Rankings.

Sicherheit: Praktisch unangreifbar

Kein PHP, keine Datenbank, keine Plugins mit Sicherheitslücken. Eine statische Website ist im Grunde eine Sammlung von Dateien – wie ein PDF. Da gibt es nichts zu hacken. Kein Login-Bereich für Angreifer, keine SQL-Injection, keine veralteten Plugins.

Das bedeutet: Null Wartungsaufwand für Sicherheit. Keine Updates, keine Patches, kein nächtliches Sorgen, ob deine Seite morgen noch steht.

Hosting: Kostenlos auf Cloudflare Pages

Hier wird es für KMU richtig interessant. Statische Websites können auf Cloudflare Pages gehostet werden – und das ist kostenlos. Nicht «kostenlos mit Einschränkungen», sondern wirklich gratis. Unbegrenzte Bandbreite, globales CDN, automatisches SSL. Deine Website wird von Servern auf der ganzen Welt ausgeliefert, immer vom nächstgelegenen Standort. Das ist schneller als jedes WordPress-Hosting – und kostet keinen Rappen.

Was du «verlierst»

Fairerweise: Es gibt Dinge, die WordPress besser kann. Eine statische Website hat kein Backend zum Einloggen. Du kannst nicht einfach einen Text ändern wie in WordPress. Für Änderungen brauchst du deinen Entwickler oder technisches Verständnis.

Aber mal ehrlich: Wie oft änderst du wirklich etwas auf deiner Website? Die meisten KMU-Websites werden einmal erstellt und dann monate- oder jahrelang nicht angefasst. Für die eine Änderung pro Quartal brauchst du kein komplexes CMS – da schreibst du mir einfach eine kurze Nachricht.

Der direkte Vergleich

  • Ladezeit: WordPress 2–5 Sekunden vs. Astro unter 1 Sekunde
  • PageSpeed-Score: WordPress 40–70 vs. Astro 95–100
  • Sicherheit: WordPress regelmässige Updates nötig vs. Astro wartungsfrei
  • Hosting-Kosten: WordPress CHF 10–50/Monat vs. Astro CHF 0
  • Wartung: WordPress CHF 50–200/Monat vs. Astro CHF 0
  • Inhaltspflege: WordPress selbst möglich vs. Astro über Entwickler
  • Flexibilität: WordPress sehr hoch (Plugins) vs. Astro individuell programmiert

Wann WordPress trotzdem Sinn macht

Ich bin fair: Es gibt Fälle, in denen WordPress die bessere Wahl ist.

  • Online-Shop: Wenn du einen vollwertigen Webshop mit hunderten Produkten brauchst, ist WooCommerce eine solide Lösung. Für einfache Shops gibt es aber auch moderne Alternativen wie Shopify.
  • Tägliche Content-Änderungen: Wenn du jeden Tag neue Inhalte veröffentlichst – etwa ein News-Portal oder ein Magazin – dann ist ein CMS wie WordPress sinnvoll.
  • Komplexe Webanwendungen: Wenn deine «Website» eigentlich eine Anwendung ist – mit User-Logins, Dashboards, dynamischen Daten – dann brauchst du mehr als eine statische Seite.

Für die typische KMU-Website – Startseite, Über uns, Leistungen, Kontakt, vielleicht ein Blog – ist WordPress wie mit einem Lastwagen zum Bäcker fahren. Es funktioniert, aber es gibt elegantere und günstigere Wege.

Fazit: Moderne Technik für moderne KMU

WordPress war jahrelang der Standard – und das zu Recht. Aber die Webentwicklung steht nicht still. Für die grosse Mehrheit der Schweizer KMU gibt es heute bessere Lösungen: schneller, sicherer, günstiger, wartungsfrei.

Bei Webwerk Fricktal setze ich bewusst auf moderne Technologie. Nicht weil es hip ist, sondern weil meine Kunden davon profitieren: perfekte Google-Scores, null Hosting-Kosten, keine Sicherheitssorgen. Und das zu einem Bruchteil dessen, was eine WordPress-Agentur verlangt.

Dein Geschäft verdient eine Website, die 2026 gebaut ist – nicht eine, die auf Technologie von 2003 basiert.

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